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Den ersten RS habe ich im März 1992 in Ulm gekauft. Das Fahrzeug war in einem desolaten Zustand. Die Teile sollten aber, da es sich um einen originalen RS handelte, als Basis für mein zukünftiges Fahrzeug herhalten.
Kurz nach dem Kauf des Wagens begann ich mit der Meisterschule, so das sich die ersten Arbeiten auf das Zerlegen und Überarbeiten von Kleinteilen beschränkten. Darunter waren z.B. die Fahrwerksteile die gesandstrahlt, galvanisch verzinkt und dann schwarz pulverbeschichtet wurden. Auch die Teilebeschaffung begann natürlich schon zu der Zeit und dafür waren wir eine Menge Kilometer unterwegs.
Die Karosse die wir letztendlich aufgebaut haben, bekam ich von Jochen Twiest, der sich dankenswerterweise von einem seiner vielen Fahrzeuge getrennt hat. Da wir sowieso den ganzen Wagen neu aufbauen wollten, spielte es keine Rolle das es sich um einen 1500er handelte. Das Originalfahrzeug wurde dann verschrottet. Diese Karosse wurde vor Beginn der Blecharbeiten dann innen und außen, an allen Ecken, Kanten und von unten, von einem Fachbetrieb, gesandstrahlt und danach von mir sofort mit einem Rostschutzgrund lackiert.
Danach wurde, für die Blecharbeiten, von uns ein fahrbares Gestell aus T-Trägern gebaut, mit dessen Hilfe das Fahrzeug wieder gerade aufgebaut werden konnte.
Umfang der Blecharbeiten (Dauer ca. 1 ¼ Jahre): Neue Türen, neue RS-Kotflügel, neue 3Liter-Stehbleche, neuer Kofferdeckel, neues Lüftungsblech hinten, neue A-Säulen, neue Längsträger vorne, neue Außenschweller, angefertigte Innenschweller, neue Querträger vorne, gut erhaltene Frontschürze, neue Motorhaube, angefertigte Windleitbleche, neues Schloßblech, neues Heckblech, neuer Kofferdeckel, neuer Batteriekasten, neue Radläufe hinten, neue Endspitzen hinten, angefertigte Teile für die Bodengruppe und weitere „Kleinigkeiten“.
Nach den Blecharbeiten wurde das Fahrzeug das erste mal von innen, außen und am Unterboden lackiert. Die Originalfarbe war maisgelb, aber ich wollte meinen RS in der Rennsportfarbe silber-blau. Außerdem wurden alle Hohlräume mit Rostschutzfarbe auslackiert und mit Hohlraumwachs versiegelt. Die Überarbeitung der Technik beinhaltete unter anderem das alle Bremsenteile erneuert bzw. überholt und neue Benzin- und Bremsleitungen aus KUNIFER eingebaut wurden. Die Einspritzanlage wurde glasgestrahlt, der Kabelbaum wurde überprüft und überarbeitet incl. Umrüstung auf Relais für die Benzinpumpe und die Scheinwerfer. Weiter wurden die original Stoßdämpfer bei BILSTEIN, in der Rennsportabteilung, überholt und mit Neuteilen versehen. Alle Fahrwerksgummis wurden getauscht und teilweise in HD ausgeführt. Auch alle Schläuche und Zündleitungen wurden erneuert. Das Getriebe, die Hinterachse und der Motor wurden neu abgedichtet. Die original Benzinpumpe war leider defekt, aber an der vorgesehenen Stelle unter dem Reserverad arbeitet jetzt eine Mercedes-Pumpe (siehe Tipps und Tricks). Auch der original Benzinfilter wird weiter eingesetzt, denn vor ein paar Jahren konnte ich noch einen passenden Filtereinsatz bekommen. Weiterhin wurden soweit möglich V4A-Schrauben verwendet. Außerdem wurden von einem Sattler die Sitze und die Rücksitzbank komplett neu bezogen und ein neuer Dachhimmel eingezogen. Weiterhin sind alle Elemente der Beleuchtung sowie sämtliche Tür- und Fenstergummis und alle Embleme erneuert worden. In der Zwischenzeit hatte es sich ergeben, das ich hier in Elsfleth ein Haus bauen konnte und dadurch der Zusammenbau des Autos sich erst einmal weiter verzögerte. Irgenwann wurde dann doch die Technik wieder eingebaut und der Motor konnte den ersten Probelauf machen.
Es folgte die nochmalige Lackierung von außen da beim Zusammenbau doch die eine oder anderen Macke nicht zu vermeiden war. Dann kam das Auto zum ersten Mal zu mir nach Elsfleth, wo ich dann die Inneneinrichtung eingebaut habe und alle anderen "Restarbeiten" erledigen konnte. Im Juli 2005 konnte ich dann das erste Mal, nach 13 Jahren, mit dem Auto fahren. Mit Kurzzeitkennzeichen ging es zum Capri-Treffen nach Oldenburg, wo wir den 3. Platz in der Kategorie Capri I erreichten. Im Frühjahr 2007 habe ich dann einen Benzindruckregler der Fa. Liebl-Motorsport eingebaut, da ich eine neue elektrische Benzinpumpe einsetze, die einen zu hohen Förderdruck hat. Außerdem habe ich eine Transistor-zündung von LUMENITION montiert. Am 17.07.2007, nach dem Capri-Treffen in Oldenburg, ging es dann zur AU, TÜV und H-Abnahme. Beim ersten Versuch sorgte eine undichte Hinterachse für ungenügende Bremsleistung. Nachdem das Problem gelöst war konnte dann aber ohne weitere Mängel eine Abnahme erfolgen. Seit dem 19.06.2008 ist der Wagen mit H-Kennzeichen angemeldet. Änderungen gegenüber der Serie: Bisher angefallene Materialkosten ca. 15500.- Euro Das alles war aber nur möglich mit der Hilfe von meinem Schwager Jörg Schneider, in dessen Werkstatt die meisten Arbeiten erledigt wurden und von Jochen Twiest der das Fahrzeug lackiert hat und jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Außerdem haben mir einige meiner Kollegen der Fa. ALJO geholfen, wenn mal wieder etwas gekantet, gedreht, gefräst oder tiefgezogen werden mußte. Nicht zu vergessen auch Hartmut Ostmann vom "Ford Händler meines Vertrauens" Ford Hostmann in Rastede, der immer mit viel Einsatz bei der Ersatzteilbeschaffung geholfen hat. Herzlichen Dank also an alle, die mit dafür gesorgt haben das sich mein Auto heute in diesem Zustand befindet! | ||||||||||||||||||